jegi-hilft

Wir begleiten, unterstützen und helfen Menschen bei der sprachlichen, sozialen und beruflichen Integration.
Wir sind über sechzig Freiwillige und suchen für unsere Angebote zugunsten von Unterstützung Suchenden und Flüchtlingen Menschen wie Sie.

jegi-hilft
Unterstützt. Verbindet. Baut Brücken. – für jeden der will
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Persönliche Unterstützung
Gemeinsam suchen wir Lösungen bei Problemen und finanziellen Schwierigkeiten
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Schreibdienst
Verstehen. Beantworten. Schreiben. Bewerben. – Der Schreibdienst von jegi-hilft unterstützt
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Lernfoyer Deutsch
Die Deutsche Sprache üben und anwenden – Wir unterstützen gerne
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Lernfoyer Mathematik
Vermittlung von mathematischen Grundkompetenzen für Flüchtlinge zum Einstieg in eine Lehre EBA oder EFZ
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Kaffee VIVA
Ein Begegnungsort für alle: Zusammen Plaudern, Spielen, Kinder betreuen, Deutsch lernen, Leben teilen
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Neuigkeiten und Informationen

jegi-hilft unterstützt Geflüchtete in Jegenstorf

Sie erinnern sich vielleicht an 2016, als die Schweiz sehr viele Flüchtlinge aufnahm und in verschiedene Regionalzentren verteilte. Die Gemeinde Jegenstorf konnte das leerstehende Hänni-Areal als Unterkunft für bis zu 100 Asylsuchende bereitstellen und die Bevölkerung wurde zu einer Informationsveranstaltung im Kirchgemeindehaus eingeladen. Das Interesse war sehr gross. Es gab viele Fragen: sowohl Ablehnung, Skepsis und Ängste, als auch Interesse, Offenheit und Hilfsbereitschaft. Die Verantwortlichen klärten umfassend auf und so kam es, dass ab Mai 2016 fremdartige Menschen das Dorfbild veränderten. Da die Kollektivunterkunft (im Gegensatz zu anderen Orten) nicht in unterirdischen Räumen eingerichtet wurde, kamen eher Familien, Frauen und Kinder zu uns.

Gegen 60 JegenstorferInnen erstellten unter der Leitung der Einwohnergemeinde und der beiden Kirchgemeinden ein Hilfsnetz mit dem Namen jegi-hilft, welches ein gutes Zusammenleben und sich Zurechtfinden ermöglichte. Es gab Dorfrundgänge mit den Neuankommenden; ein Begegnungskaffee und ein Deutschlernforum im Kirchgemeindehaus; Abgabe von Kleidern, Haushalt- und Kindersachen und anderem im Theresaladen; Sport-, Spiel- und weitere Angebote; ebenso Beschäftigungsprogramme wie z.B. Dorf- und Waldputzeten. Man lernte sich gegenseitig kennen und winkte sich im Dorf bald freundlich zu.

In der Kollektivunterkunft war ein Kommen und Gehen: während die einen wieder weg mussten, erhielten andere Aufenthaltsbewilligungen und sahen sich nach privatem Wohnraum und Arbeit um. Viele wollten am liebsten in Jegenstorf bleiben, weil sie hier Beziehungen und gute Aufnahme gefunden hatten.

Seit das Flüchtlingszentrum nach 18 Monaten zuging, gibt es für jegi-hilft neue Aufgaben.

Das Begegnungscafé wurde wegen der Pandemie geschlossen, das Lernfoyer wird immer noch gerne genutzt, die Schreibstube (siehe Jegenstorfer Nr. 2/21), ist die beliebte Anlaufstelle für Schriftliches.

Jede Familie oder Wohngruppe hat freiwillige Begleitpersonen, die bei der Wohn- und Arbeitsintegration beistehen, bei Betreuungsplätzen und Einschulung der Kinder oder im Verkehr mit Ämtern und vielem anderen helfen. Aus den sogenannten Wohntandems sind heute eher Freundschaften geworden.

Ein Beispiel von gelingender Integration

Das tibetische Paar war seit der Eröffnung des Asylzentrums 2016 in Jegenstorf, die beiden fielen uns durch ihre Freundlichkeit und Offenheit auf und sie nahmen dankbar an den Angeboten von jegi-hilft teil. Im November 2016 wurde ihr 1. Kind geboren, das winzige Zimmer wurde entsprechend eingerichtet, aber als ihr Asylantrag bewilligt wurde, waren sie sehr froh, bald ihre erste kleine Wohnung zu finden, wo sie etwas mehr Ruhe und Privatsphäre hatten.

Das Paar lernte eifrig deutsch und konnte sich bald so weit verständigen, dass die Arbeitsintegration beginnen konnte.

Als das 2. Kind kam, brauchten sie mehr Platz und fanden mit Hilfe ihres Schweizer Begleitpaares eine etwas grössere Wohnung.

Dieses Wohntandem ist wesentlich bei der erfolgreichen Integration, gibt es doch immer wieder Hürden zu überwinden, wo Beistand nötig ist; sei es im Verkehr mit Ämtern, den Finanzen, bei Krankheit oder Unfall und vielem weiteren. Auch die Kommunikation mit dem zuständigen Hilfswerk ist nicht immer einfach, die Erreichbarkeit und Zuständigkeit nicht optimal, die Regeln nicht immer einsichtig.

Den Kindern geht es gut, sie werden liebevoll erzogen. Die Ältere geht in den Kindergarten und beide sind mit der Kita vertraut, um Kontakte zu haben und deutsch zu lernen. Während das Mädchen recht schüchtern ist, ist der Bub offen und lebhaft.

Die Frau konnte ein Praktikum in einer Reinigungsfirma anfangen, wo es ihr gefällt und auch die Arbeitgeberin zufrieden ist.

Der Mann hat Integrationskurse und Praktika hinter sich und ist nun im 2. Jahr der Kochlehre EBA im benachbarten Alterswohnsitz.

Auch wenn die Wohnung liebevoll mit Bildern aus Tibet geschmückt ist und die Geflüchteten schon Heimweh haben, schauen sie vorwärts und sehen hier ihre Zukunft. Sie betonen, dass sie sich hier in Jegenstorf wohl fühlen und sehr dankbar sind für die gute Aufnahme und für alle Unterstützung, insbesondere von ihrer Tandemfamilie, ohne die sie vieles nicht geschafft hätten und die fast wie ihre Schweizer Eltern sind.

Lisalotte Dworzak, abgedruckt im Jegenstorfer Dezember 2021

Begleitperson gesucht

Guten Tag Herr Bienz

Gerne möchte ich Ihnen mitteilen das mein Vater alleine lebt und sich dadurch sehr einsam fühlt. Aufgrund dieser Situation hätte er gerne Kontakt mit jemandem.
Er wünscht sich eine Person,  die mit ihm ein bisschen Zeit verbringen würde.

Zum Beispiel zum:
spazieren gehen
ein bisschen plaudern
ab und zu auswärts Essen gehen

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich jemand finden würde.

Kontaktperson / Tochter:

Karin Fuhrer
Tel:  079 612 23 39 / 034 461 41 00

mit freundlichen Grüssen
Karin Fuhrer

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